Wie Cashback funktioniert
Jedes Mal, wenn du mit der Karte zahlst, bekommt der Kartenanbieter vom Händler eine kleine Gebühr. Einen Teil davon gibt er dir als Cashback zurück, entweder direkt in Euro, als Punkte oder als Krypto-Token. In Europa sind diese Händlergebühren gedeckelt, deshalb ist Cashback über 1 % fast immer an Bedingungen geknüpft: ein Abo, gestaktes Kapital oder ein Monatslimit.
Limits: der wichtigste Kleingedruckte
Viele Karten zahlen den hohen Satz nur bis zu einem Monatsumsatz. Danach gibt es weniger oder gar nichts.
Beispiel: Crypto.com Jade zahlt 2,5 % auf bis zu 1.500 US$ Umsatz pro Monat. Gibst du 2.500 € aus, bekommst du auf rund 1.000 € gar nichts mehr. Effektiv sind das nur etwa 1,3 %.
Genau deshalb lohnt es sich, Karten zu kombinieren: Eine Karte füllt ihr Limit, der Rest läuft über die nächstbeste.
Euro, Punkte oder Token?
Cashback in Euro ist sicher. Punkte (Payback, Amazon, Meilen) sind nur so viel wert, wie du beim Einlösen dafür bekommst. Token wie CRO, PLU oder NEXO schwanken im Kurs: 3 % in einem Token, der 40 % verliert, sind am Ende weniger als 2 % in Euro. Dazu kommen oft Gebühren für das Umtauschen in Euro.
Staking und gebundenes Kapital
Höhere Stufen verlangen oft, dass du Geld im Token des Anbieters festlegst. Das kostet doppelt: Du bekommst auf dieses Geld keine Zinsen mehr, und der Token kann an Wert verlieren. Der Kartencheck rechnet beides mit und zeigt dir Szenarien für Kursverluste von 20 und 50 %.
Curve und Go Back in Time
Curve ist eine Karte, hinter der du alle deine anderen Karten hinterlegst. Du zahlst immer mit Curve und legst per Regel fest, welche Karte im Hintergrund belastet wird. So kannst du zum Beispiel alle Streaming-Abos auf die Karte mit Abo-Erstattung legen und den Rest auf die mit dem höchsten Cashback.
Mit „Go Back in Time“ kannst du eine Zahlung nachträglich auf eine andere Karte umbuchen, je nach Curve-Plan bis zu 30, 60, 90 oder 120 Tage zurück. Das hilft, Cashback-Limits über mehrere Monate auszureizen. Aber: Für die ursprüngliche Karte gilt die Umbuchung als Erstattung, das Cashback dort wird zurückgebucht. Und manche Anbieter, etwa Bybit EU, schließen umgebuchte Zahlungen ausdrücklich vom Cashback aus.
Meilen und Punkte bewerten
Eine Meile ist im Prämienshop etwa 0,5 Cent wert, bei Economy-Flügen um 1 Cent und bei Business- oder First-Langstrecke 2 Cent und mehr. Wer nicht fliegt, sollte Meilenkarten deshalb deutlich niedriger bewerten als Meilen-Blogs.
Steuern
Wer mit Krypto bezahlt, verkauft dabei Krypto. Das ist in beiden Ländern meist ein steuerlich relevanter Vorgang, aber unterschiedlich geregelt.
Österreich: Für Kryptowährungen, die nach dem 28. Februar 2021 angeschafft wurden, gilt der Sondersteuersatz von 27,5 % auf realisierte Gewinne, ohne Spekulationsfrist. Bezahlen mit Krypto gilt als Veräußerung. Der Tausch von Krypto in Krypto ist grundsätzlich steuerneutral.
Deutschland: Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften sind nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei. Innerhalb eines Jahres gilt eine Freigrenze von 1.000 € pro Jahr für alle privaten Veräußerungsgeschäfte zusammen.
Auch Staking-Erträge und Cashback in Token können steuerlich relevant sein. Das ist keine Steuerberatung. Bei größeren Beträgen lohnt sich eine kurze Beratung.